Wozu eine Therapie?

„Ich soll eine Therapie machen? Ich bin doch nicht verrückt!“ Nein, das sind Sie nicht. Aber Sie können vielleicht schon lange nicht mehr entspannt einschlafen. Und wenn morgens der Wecker klingelt, fühlen Sie sich niedergeschlagen und mutlos, bevor Sie den Tag überhaupt begonnen haben. Oder Sie wachen schon viel zu früh auf und schaffen es nicht, Ihr Gedankenkarussell zu stoppen – was Sie heute alles noch erledigen müssen, wie Sie alles noch schaffen sollen. Warum alles, was Ihnen früher einmal richtig Spaß gemacht hat, Sie nicht mehr begeistern kann. Sie merken schon: Das geht in Richtung Depression.
Vielleicht haben Sie aber auch bohrende Fragen, die (bis jetzt) niemand beantworten kann: Warum klappt es mit meiner Beziehung/Ehe irgendwie nicht mehr, was habe ich falsch gemacht, wieso gerate ich immer an die falschen Männer/Frauen? Oder Ihre Beziehung/Ehe ist gescheitert und Sie leben seitdem in einer – ausgesprochen ungesunden – Mischung aus Trauer, Rachegefühlen, Ratlosigkeit bis hin zur puren Verzweiflung. Die Sie mehr schlecht als recht mit mindestens einem Glas Wein am Abend und/ oder den unterschiedlichsten Beruhigungstabletten versuchen, in den Griff zu bekommen. Womit wir uns dem Thema Sucht nähern würden (was für mich immer noch ganz viel von Sehn-Sucht hat).
Es könnte auch sein, dass Sie sich in Ihrem Job immer mehr ausgenutzt und überfordert fühlen. Dass niemand merkt, wie sehr Sie sich bemühen und doch immer das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein und die lieben Kollegen gleichzeitig über Sie herziehen. Bis Sie am liebsten gar nicht mehr an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren würden. Und schon schweißnasse Hände bekommen, wenn Sie an Ihre nächste Präsentation denken. Richtig: Das finden wir unter den Definitionen von Burnout und Angststörungen.
Nein, Sie sind nicht verrückt. Aber Sie könnten jemanden brauchen, der Ihnen endlich einmal zuhört. Bei dem Sie Ihren ganzen Frust, Ihre Ängste, Ihre bohrenden Fragen loswerden. Und der sich gemeinsam mit Ihnen bemüht, neue Wege, neue Lebensperspektiven für Sie zu finden, die das Leben wieder lebenswert machen. Ihr Leben. Wir haben nur das eine. Lassen Sie uns darüber reden.



Und was passiert dann?

Wir vereinbaren einen ersten Gesprächstermin. Der dauert ca. eine halbe Stunde, in der wir uns kennenlernen und Sie entscheiden, ob es weitergeht. In der Folge werden weitere Sitzungstermine stattfinden. Das muss nicht regelmäßig jede Woche sein – oft reichen Abstände von zwei bis vier Wochen. Und erfahrungsgemäß spüren meine Klienten oft schon nach wenigen Gesprächen eine Veränderung. Oft sind dafür gar nicht mehr als fünf bis maximal zehn Termine notwendig. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bis auf wenige Ausnahmen nicht die Kosten für Heilpraktiker-Behandlungen (das muss im Einzelfall abgeklärt werden). Aber mal ehrlich: Geben Sie nicht auch manchmal Geld für Dinge aus, die vielleicht kurzfristig reizvoll sind, aber irgendwie nicht unbedingt nötig gewesen wären – Stichwort Frustshoppen? Da wäre es doch einen Versuch wert, Ihrer Seele statt Ihrem Kleiderschrank (oder Ihrem Stammlokal) etwas Gutes zu tun.

Wie soll mir eine Beratung/Therapie helfen können?
Indem wir gemeinsam auf Ihr Leben schauen. Sie als Teil Ihres ganzen sozialen Umfelds sehen und respektieren – von der Herkunftsfamilie bis zum Job. Ihre Probleme ernst nehmen und sie als ersten Schritt zur Lösung betrachten. Mit anderen Worten: Indem wir systemisch vorgehen.
Da sieht die Sache dann oft plötzlich ganz anders aus. Schuldgefühle und Selbstvorwürfe ziehen sich in den Schatten zurück, wenn am Horizont wieder Licht auftaucht. Es kann neue Erkenntnisse, neue Bewältigungsstrategien geben – und auf einmal macht Ihr Leben wieder einen Sinn. Vielleicht schaffen wir es sogar, dass es wieder richtig Spaß macht. Es ist immer einen Versuch wert.

Sonst noch Probleme?
Sie haben Ihr ganz eigenes Problem bis hierher nicht wiederfinden können? Kein Problem. Wir können über alles reden, was Ihre Seele bedrückt und sich vielleicht sogar schon in körperlichem Leiden wiederspiegelt. Manchmal reicht es schon, dass einfach nur endlich jemand zuhört, nicht wertet, sondern Mut macht.